abenteuerspielplatz single life – strategien gegen den wahnsinn

Februar 7, 2008

warum finya suckz – die dritte

Gespeichert unter: Uncategorized — tranzmitta @ 8:11

aus spass wurde ernst wurde spass. es kam zur entscheidung bye bye finya zu sagen als ich mit einer freundin das thema naeher analysierte gestern abend [es ist vor allem lehrreich die weibliche sicht eines solchen portals zu sehen - sie war selber ein jahr lang drin] und festgestellt habe, dass ich’s nicht noetig habe, und zwar aus einer handvoll guten gruenden:

- ich bin zwar single, aber nicht verzweifelt auf der suche. wenn, dann _finde_ ich einen partner, aber finya – im gegensatz zu dem namen – schuert maennlicherseits die suche

- mir kam das gestoebere durch die pixel irgendwie doch pervers vor, wie auf schnaeppchensuche bei aldi – irgendwie degradierend. und da bekam ich ploetzlich das gefuehl, dass ich nicht selber teil davon sein wollte

- und dann fand ich ploetzlich, dass ich es doch lieber vorziehen wuerde, rauszugehen, wenn ich menschen kennen lernen will, anstatt missverstandene bewerbungen schreiben zu muessen [bin auch ein grosser gegner von sms'en]. gewiss ist das natuerlich fuer frau wesentlich leichter, da einem ja der briefkasten vollbombadiert wird

- liebe ist zum grossen teil dem zufall ueberlassen – die richtige zeit, der richtige ort, die farben, das umfeld, die craziness, das lachen, die anmache, die gesellschaft, und, und, und – lauter unvorhersehbare faktoren. wenn ich bewerbungen schreiben will, schliesse ich mich weg in der zelle und she nur mich und nur begrenzt mein gegenueber – that ain’t what love’s about

- mir wurde auch ploetzlich wieder bewusst, was mir nach langer seelensuche [nach meiner trennung] in der zeit vor finya bewusst wurde: dass meine qualitaeten nie in saetzen formuliert werden koennen [will ich auch nicht] –> mich muss man erleben, um mich wirklich kennen zu lernen. das ist bei jedem so. und mich anbiedern? no way, josé!

und deswegen hab ich dann kurzerhand die vorteile gegen die nachteile aufgewogen und in einer kurzschlussreaktion das ganze ding gecancelt. und war froh. immerhin hab ich etwas positives rausziehen koennen und habe die besten kontakte gemacht, die man dort machen kann.

damit kann ich mehr als zufrieden sein! ich faelle in keinster weise ein urteil ueber die, die das machen wollen und spass dran haben [wobei ich das bei einigen bezweifle - echt finstere stories gibt's], es ist einfach nicht meins. there’s a world out there for me, not a screen!

Januar 14, 2008

die letzte meile: eine durststrecke?

Gespeichert unter: bezirzung, irrsinn, lust, tease — tranzmitta @ 8:51

chanelina

sie fing an damit:

„was suchst du? sex?“

ich:

„sieht es danach aus?
es ist keine voraussetzung fuer mich hier zu sein, aber ja, sex suche ich auch, wenn ich ganz ehrlich bin…
und, wenn ich fragen darf, findest du, was du suchst“

sie:

„auch, unter anderem
wo wohnst du denn?“

ich:

„ich wohne in der naehe von der bar namens familieneck in ottensen.
und du?“

sie:

„ach so, habe früher in der nähe gewohnt
wie heisst du denn? und was magst du gerne?“

ich:

„ich heisse oliver – dein name waere natuerlich auch interessant zu wissen, versteht sich.

was ich gerne mag? ich vermute nicht, dass es darum geht, ob ich indisches essen mag oder was fuer musik ich hoere…

ich mag einfach gipfel steigen, die ich vorher nicht erklommen habe. ich mag erlebnisse, die mir unter die haut gehen. ich mag einen lang ausgedehnte atemlosigkeit. ich mag es wenn sich zwei menschen von einer minute zur naechste fesseln, wie verrueckt!

und ich mag diese konversation gerade und der gedanke, ihn womoeglich in real weiterfuehren zu koennen…“

sie:

„;-)
ich dachte du schreibst präziser:-)
was machst du denn beruflich Oliver?
ich heisse natascha“

ich:

„tja, natascha,
wenn ich eine staerke habe, dann ist es sich dem anlass gegeben zurueckhaltend zu verhalten bzw. erst dann drauf loszustuermen, wenn der zeichen zum angriff gegeben wird.
wie wissenschaftlich praezise soll ich denn werden in meinen vorlieben? knutschen, als ob es kein morgen gibt? anfassen, so dass man sich voneinander nie wegreissen will? aneinander schmiegen, bis es glueht? sich gegenseitig fesseln, sodass man sich nicht losloesen will?
aber, wenn du wissen willst, was ich mache: ich bin schreiber – selbststaendig – zwar fuer keine publikationen, eher fuer industrie und geld gerade, das kreative verwirkliche ich in diversen blogs.
aber, natascha, jetzt will ich wissen, was du mit deinem leben machst und was du gerade magst“

sie:

„ok, ehrlich gesagt suche ich allgemein eine feste beziehung, idealerweise
aber es ist nicht einfach das stimmt
ich dolmetsche und übersetze
und jetzt gerade, suche ich einen mann vielleicht nur für sex“

ich:

„natascha,
da muss ich gerade an eine schluesselszene im film „the witsches of eastwick“ denken – nur nebenbei ich uebersetze uebrigens auch manchmal: bin in england zweisprachig aufgewachsen und kann das ganz okay in bare muenze umsetzen – in dem sich jack nicholson auf dem bett raekelt vor susan sarandon, michelle pfeifer und cher und sagt:

‘All the time you were meant for something better.
Feeling it.
Wanting it.
Use me.’

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V

0178-808-4XXX“

ich (später dann):

„und was ich auch mag, ist auf die folter gespannt zu werden – aber auch auf die folter zu spannen, natuerlich…
waere jetzt allerdings doch schwer daran interessiert, ob du schon was gesehen hast, was dir munden koennte!?!
o.“

August 16, 2007

the queen is dead…

Gespeichert unter: ausblick, erfolg, lust — tranzmitta @ 3:02

ploetzlich wollte sie nicht mehr. ein letztes mal hat sie sich gerekelt in meinem kopf, bevor sie dann am erstickungstod starb. das lm feuer bekam einfach keine luft mehr. erloschen! hoffe ich’s doch. das war das wochenende vor 2 wochen.

dass sie mal aus meinem kopf verbannt wird, war natuerlich nicht meine absicht. wie sehr habe ich es genossen, dass sie sich da wie eine von diesen afrikanischen wuermern durch meine gehirnwindungen reinbort und festnagt. vor allem sind solche viecher nur mit aeusserster sorgfalt zu entfernen. mit einem bleistift muss man sie rumwickeln und dann gaaaaanz langsam rausdrehen. reisst der wurm bei dem prozedere war alles fuer die katz.

ob es sich – biologisch und medizinisch gesehen – genauso verhalten haette mit dem thema lm kann ich natuerlich nicht sagen. und es brauchte mehr als ein bleistift, um das rauszuwickeln, das thema [wobei, ist nicht wordpress im entfernten sinne nichts anderes als ein virtuelles bleistift?].

zurueck zur operation, die eigentlich im zustand der narkose statt fand. es war ein freitag ohne grosse versprechungen oder erwartungen. eine prima moeglichkeit, sich mal vom partydruck zu erholen und einfach treiben lassen. da stellte sich auch jb als perfekte begleiterin heraus bzw. als wing woman. war noch der anfang des abends davon gekennzeichnet, dass ich mich mal wieder sehr befreit gefuehlt habe von der wahnsinnslage in die ich mich da befand [habe ich schon mal erwaehnt, dass das lm syndrom wie eine offene wunde war, die ab und an mal extrem juckte - nur, dass man sie nicht anfassen durfte]. total entspannt sass ich mit jb vor dem bok auf der schanze, aheb natuerlich nicht im geringsten auf die passanten geachtet, keines blickes habe ich gewuerdigt, ob da vielleicht doch ein lm vorbei laufen koennte [notiz an mir selber: schulterblatt im sommer ist das gegenteil von valium, lust und beduerfnis-steigernd hat es das potenzial drei doppelte yoga schichten mit einer haube meditation innerhalb von einer stunde zunichte zu machen. und wenn charlie in die dani bar noch zu besuch kommt, dann geht's alles nur noch in den minus bereich und die radare, die man bislang auf politik, fussball, literatur, usw. gepeilt hat, werden komplett umfunktioniert zu pussy aussichtsplattformen!]

zwischenexkurs: gerade extremes déjà-vu!

okay, wo war ich? ach ja, bok mit jb. thema des gespraechs drehte sich um klosterschulen, die wir beide besuchen wollen, unsere erfahrungen mit einzlenen suras des qur’āns, die uns besonders am herzen lagen, ein bisschen haben wir den dichotomiebegriff von heidegger und kant unter die lupe genommen. ach so, und sex kam auch mal vor. so, zwischen den groesseren gespraechsknotenpunkten. auch das lm syndrom wurde analysiert im zusammenhang mit grossen politischen und sozialen themen, wie online flirtportale und die bedeutung von second life fuer das selbstwertgefuehl haesslicher maenner.

okay, ja, zugegeben, es war exponentiell, inflationaer, zu viel des guten. lm hatte mal wieder – unbewussterweise – die abendkonversation ge-hijackt! und irgendwie war ich davon genervt, von mir selber, dass ich nicht die richtige medizin dagegen gefunden hatte. immerhin wissen ja meine werten leser, dass es sich hierbei um eine nicht ansteckende un, vor allem, heilbare krankheit handelt.

mit dem abgang von dem schulterblatt merkte ich noch ein letztes zucken. der wurm meldete sich im kopf. und dann waren wir im gloria – eine bar entfernt vom epizentrum des uebels. dort lief ich der doch recht attraktiven „e“ ueber den weg [mein erster absturz zur einlaeutung meines single-lebens an einem sonntag frueh, das nur durch ihr mitwirken auf grund ihres abrupten verschwindens abgebrochen wurde], die sich durchaus freute, mich zu sehen. ein ass im aermel, den man wieder nachverfolgen konnte, war also sozusagen gegeben. welch enorme wirkung das haben kann.

dann setzt sich ein suesses frosch [zitiere mal jb dabei] zu uns: wk. suess waere vielleicht zu sehr understatement. knackig waere anfangs die richtige anmerkung. etwas flirtig. ansprechend gekleidet usw. und dann wieder das alte spiel: aus einem abend an dem man sich vornahm, nichts gross zu unternehmen und ganz brav zu sein, werden 3 cuba libre, 2 schnaepse und dann noch ein abstecher in eine wohnung mit quatschen und 2 flaschen wein. aber, nun gut, es war ja erst 2 uhr morgens. noch frueh fuer hier!

um zum punkt zu kommen, muss bei der anaesthesie offensichtlich die entfernungsoperation passiert sein, ohne, dass ich es merkte. auf jeden fall verliess ich die wohnung mit einem lm-schwarm weniger im kopf, aber dafuer ein gesundes interesse an einem gewissen frosch [die sich offensichtlich auch an meiner gesellschaft erfreut hat, wie sich spaeter herausstellte]! ob daraus noch eine prinzessin werden soll, wird die zeit – viel zeit – sagen koennen. aber derzeit habe ich eh gerade genug von koenigsfamilien. zum glueck ist jetzt erstmal koenigin lm tot! long live the queen!

zusprueche von primaten und freunden

Gespeichert unter: bezirzung, erfolg, lust, madness — tranzmitta @ 12:37

ein ganz toller weg zum erfolg als single ist ganz viele freunde um sich versammeln, die einem den ganzen tag nichts anderes zu sagen haben als „fick sie“, „mach sie klar“ oder ganz einfach „figgschdu?“

ich weiss, ich weiss, sie haben alle nur das beste fuer einem im sinn. ganz grosse humanisten sind sie, die unbedingt einem zum glueck verhelfen wollen. nein, einem sogar nur ganz viel glueck wuenschen und goennen wollen. immerhin zeigen sie grosses und reges interesse an dem lustleben ihres maennlichen bekanntenkreises, heizen ihre wegbestreiter an, noch hoehere ziele der lust zu verfolgen und setzen sie gar nicht unter druck, andauernd mit positiven meldungen aus dem single dschungel zu berichten. „und? haste se gefickt?“ „geil!“ „geil gefickt hat er bestimmt!“

enormen einfluss nehmen wiederum diese menschen auf den werdegang eines fuer sie „live“ statt findenden bagger-gespraechs, wenn sie sich mit obigen aesserungen in die delikatesten phasen der verhandlungen einzubringen versuchen. besonders beliebt die primatenvariante der einmischung. die findet dann statt, wenn man gerade den horrenden suff, zu dem man mit besagten freunden auch genoetigt wird [um, auch, ha ha, frauen anzugraben], etwas unter kontrolle bringt und sich wieder artikulieren kann – auch mit dem anderen geschlecht.

von unter kontrolle bringen wollen aber besagte „freunde“ [in anfuehrungszeichen, da sich diese beschreibung in jenen momenten auf sehr wackligen definitionsbeinen befindet] bzw. primate nichts wissen. so erspaehen sie einem, wie sich gerade die ersten zarten blueten der annaeherung oeffnen und wollen dann wortwoertlich ihr senf dazu geben. muss es noch erwaehnt werden, dass ihr senf so delikat ist wie der einsatz eines schlagbohrers waehrend einer hirnoperation?

vor allem ist immer wieder verblueffend, wie attraktiv es auf das andere geschlecht wirkt, wenn man von primat 1 und primat 2 ins ohr gegroellt bekommt, dass man bloss diejenige, die da ganz unschuldig auf dem barhocker sitzt, unbedingt „in den arsch ficken soll“. wenn sie also bislang noch unentschieden war, ob sie eine solche praktik ansprechen geschweige denn durchfuehren soll, wird sie bestimmt von der argumentationsweise der beiden primaten ganz besonders beeindruckt sein und wird sich bestimmt direkt an ort und stelle in die noetige position ruecken, damit der akt gleich schon vor beiden primaten ausgeuebt werden kann.

vor allem hat ja der balzer ab diesem zeitpunkt natuerlich ganz leichtes spiel. in dieser unheimlich entspannten situation laesst sich bestimmt unheimlich inspirierendes sagen, was sich nur positiv auf die ohnehin schon ultra-relaxte atmosphaere auswirken wird. der druck oder die spannung auf beiden seiten weicht dann einem zustand der ruhe und totalen ausgeglichenheit. eine art nirvana der lust.

schliesslich muss man ja nur ein „erfolg“ vorweisen! die frage, die sich dabei stellt, ist ob diese verhaltensnormen der anheizung einer primitiven gesellschaftsordnung entstammen oder ausdruck unserer modernen leistungsgesellschaft sind? dazu muesste man aber die primaten fragen, aber leider liegen sie unter dem barhocker, auf dem mein „opfer“ fuer die nacht bis vor kurzem gerade sass…!

August 2, 2007

teil 2: online flirtline – tummelplatz fuer paranoide oder solche, die es werden wollen?

Gespeichert unter: Uncategorized — tranzmitta @ 6:19

oder um’s ganz praezise zu sagen: solche foren sind der lebendige beweis dafuer that you never get a second chance to make a first impression. bin ich froh, dass mein ganzes seelenheil von sowas abhaengt.

;-)

online flirtline – tummelplatz fuer paranoide oder solche, die es werden wollen?

Gespeichert unter: bezirzung, irrsinn, lust, verwahrlosung — tranzmitta @ 12:20

es gibt im englischen einen spruch: if you can’t stand the heat, get out of the kitchen! bei dem forum, dem ich beigetreten gilt das in meinem fall aktiv wie auch passiv. will heissen, dass das, was man so geschickt bekommt einem den atem verschlaegt, als auch die reaktionen auf das, was man so verschickt ohne boesen hintergdeanken.

so kam als erste mail ueber meinen „online flirt fun loveline provider“ eine nachricht von einem hetero mann aus hamburg. so faengt man den tag gut an: er sei hetero aber wolle unbedingt mal einem anderen mann einen „abblasen“ (und ich dachte ich kenne mich mit sexueller terminologie aus). ob ich da interesse haette? vor allem macht er es ja einem ganz schmackhaft: man muesse ihn dabei gar nicht anfassen.

wow! die erfuellung meiner wildesten traeume, oder? [komisch, gestern abend sprach mich auch ein bekannter darauf an, ob ich jemals wirklich was mit einem mann gehabt haette. auf die antwort, dass es bisher nur zu einem knutsch gekommen war, was mir auch reiche, antwortete er: musst du mal versuchen! lag wohl an der stimmung gestern.] kaum kann ich es abwarten, dieses prachtstueck an mein prachtstueck ranzulassen, damit er seine experimentierlust ausprobieren kann.

muss ich noch erwaehnen, dass heiss und sehnsuechtig auf eine weitere nachricht von diesem menschen warte? es versteht sich wohl von selber, dass der arme mann ab jetzt non grata ist in meine „friends“ liste.

was dann zum naechsten punkt fuehrt: kann sich nicht jemand mal ein besseres synonym statt „friends“ aussuchen? die tatsache, dass ich ebenfalls gesperrt wurde von einer jungen dame, stellt ja unbedingt in frage, ob sie ein „friend“ ist. das irre ist, dass ich nicht mal was  beleidigendes, uebermaessig anzuegliches oder derb vulgaeres ihr geschrieben habe, sondern nur ein unverbindliches „hallo“, dass ich mich noch recht passiv verhalte, und auch etwas von der story oben, um zu verdeutlichen, weshalb mir solche foren suspekt seien.

immerhin kam die antwort (nein, sollte ich vielleicht die spucke ins gesicht sagen) recht schnell. vorher abgefasste und nach belieben verschickte nachrichten koenne sie nicht leiden. okay, schade, dass ich nicht ihr horoskop einstudiert habe, ihre familiengeschichte analysiert, ihr werdegang als „irgendwas mit tieren zu tun habende“ gruendlich ueberprueft habe und, dass ich nicht von einem profiler eine persoenlichkeitsanalyse von ihr habe durchfuehren lassen.

mensch! dann haette ich ja etwas persoenlicheres zu sagen gehabt, als auf ihre etwas einsilbigen, sorry, aber auch wirklich humorlosen antworten zu den profilfragen, nur so halbwitzig zu reagieren.

und, da meine lieben, haben wir den knackpunkt des internet dating. mit nur einem foto (aus einem ewig starren winkel) und ein paar angaben aus was so gut wie ein bewerbungsgespraech sein koennte, hat man noch lange nicht jemanden als „friend“ kennen gelernt.

es gibt kaum eine gemeinsame situation in der man sich befindet – es sei denn die website gilt als „situation“ – man kann die gesichtsreaktionen nicht erkennen, nur binaere antworten (gesperrt oder friend), und man kann nur sehr, sehr wenig gefuehl fuer einer andere person und wie _sie_ tickt, bekommen, es sei denn das profil ist gut geschrieben.

das ist nur in den 5% der faellen tatsaechlich der fall.

der rest nimmt das geschehen vor allem scheinbar aeusserst ernst! wie meine sperrpartnerin, dessen gaestebuch eintraege eigentlich die frage stellen, warum sie da ist, wenn sie so waehlerisch ist, wie die eintraege von erregten, erbosten maennern vermuten lassen. jungs, nimmt’s mit humor! oder schreibt einfach einen blog drueber. ich wuensche ihr auf jeden fall, dass es jemand liebenswertes, fuer sie bestimmtes schafft ueber ihre extrem hoch aufgetuermte mauer zu klettern und sie gluecklich macht.

midweek special

Gespeichert unter: bezirzung, irrsinn, lust — tranzmitta @ 10:33

ganz witziger, unverhoffter abend gestern. an der schanze aufgegabelt, landete ich noch mit tk im familieneck, wo ich – kurz vor ich nach hause wollte – von einer jungen schauspielstudentin angesprochen wurde.

daraus wurde dann ein dreckiges hin- und her an bezirzenden beleidigungen (sie halb englisch, halb spanisch, halb deutsch – also ganz im gruenen bereich). wahrscheinlich haette nicht viel gefehlt zu einem knutsch – hey, ein kleines leckerbissen zur mitte der woche. die ganze zeit musste ich mir aber einen spruch durch den kopf gehen lassen: „ich knutsche nicht, ich voegel nur“, was doch grossen sinn macht. voegeln ist unpersoenlich.
allerdings tauchten dann ihre semi-mongoloiden band kollegen auf – unter anderem der ex-freund dabei, mit dem anscheinend noch was geht – und so war mein top slot weg. zum abscheid dann nur ein wahnsinnig viel versprechender trostspreis, dass wenn man sich jemals wieder im leben sehen wuerde, sie mit mir dann knutschen wuerde.

meine antwort: was sie so sicher machen wuerde, dass ich das dann noch wollen wuerde. aber, da sie ein gesicht wie scarlett johannsen hatte, kann man mal ein auge dann zudruecken.

have a nice life, christine!

lina fever

Gespeichert unter: irrsinn, liebe — tranzmitta @ 9:22

es gibt so vieles im leben wofuer es keine rationalen erklaerungen gibt. mein handeln ist da ein ganz grosses thema.

da baut man sich eine festung um den kopf, mit panzerdivisionen, stacheldrahtzaun, fiesen, blutruenstigen hunden, ganze mannschaften von saddams ehemaligen republikanischen garden, wachtuerme, spitzeln, und einen drei meter tiefen graben. dazu haelt man seancen ab, laesst sich hypnotisieren, konsultiert die grossen meister des mind control, praktiziert yogische ausgleichsuebungen bis der physiotherapeut kommt, tritt in ein jedi-kloster ein und riegelt das hirn vor potenziellen elektronischen signalen aus der lm-galaxis hermetisch ab.

und was passiert? ein kleiner anflug lina fever im ö+g – zwei kuesschen auf dem mund und ein unglaublich verheissungsvoller, nicht unfreundlicher abschied mit den worten „wir sehen uns bald“ reichen schon, um die temperatur gleich um 20° zu erhoehen und einen schwach werden zu lassen. ja, ich habe geschwaechelt und mein vorsatz, den kontakt ihrerseits abzuwarten, gebrochen. es ist nicht schlimm, aber ich habe mal wieder was geschrieben und gesendet ins schwarze loch/bermuda dreieck/absolute nichts (die physiker sollten sich mal bei lm melden auf der suche nach der ultimativen antimaterie).

es war zum glueck banal, aber charmant genug, dass ich mich noch im spiegel betrachten kann, ohne vor scham darueber zu erroeten, was fuer ein daemlicher masochist ich doch bin… aber ich bin auch nur menschlich und kein monster, und hoeflich darf man wohl bleiben. okay, wenn’s wichtig ist, habe ich sonntag nur angefragt, ob man eine runde backgammon spielen mag – aber nur, wenn sie verspricht, nicht zu weinen, wenn ich ihr den hintern versohle. banter nennt man sowas auf englisch, glaub ich (neckerei, geplaenkel, scherz), ist auch gang und gebe bei backgammon. bei unserem letzten spiel sass sie im bikini vor mir, was mir ein kleines bisschen die kontrolle nahm, aber that’s a whole other story…!

zurueck, aber, zur $63 millionen frage: kam eine antwort auf die kesse herausforderung? wo denkt ihr hin? mit dem phaenomen lm haben wir es hier mit einem der maechtigsten, destruktivsten kraefte des universums zu tun: was einmal in die anti-materie eines schwarzen lochs verschwindet, davon taucht nie wieder ein lebenszeichen auf. verschwunden bis in alle ewigkeit. egal ob sms, anruf, brief, fax, e-mail, usw.

ich lache mir selber gerade traenen, waehrend ich diese scheisse einer notduerftigen erklaerung komplett irrationalen handelns schreibe! egal, heute abend kommen michdie ksk – direkt aus kabul angeflogen – retten, mein yoga meister, die dritte staffel von shameless auf dvd, vielleicht einfach die ruhe zuhause alleine, ja einfach: me, myself, and I!

also, danke, liebes wordpress, es war mir ein grosses vergnuegen, meinen seelenmuell auf deinem rasen auszuschuetten. come empty your garbage anytime! ;-)

inzwischen schreie ich vor lachen!

Juli 31, 2007

online flirten kills prostitution?

Gespeichert unter: erfolg, irrsinn, liebe — tranzmitta @ 2:45

soll ein mal ein kluger mann behauptet haben. aha, dann wollen wir uns mal auf das experiment online dating einlassen. als neuling wird einem ja ein land unentdeckter moeglichkeiten versprochen: galerien von usern, die allesamt blended aussehen und blended daher reden. verlockende abenteuer sollen da zwischen den pixeln schlummern. nachrichten ohne ende springen mir in die inbox von rattensharfen bunnies, auch noch in meiner altersgruppe? materialisieren sich ploetzlich aus meinem mobiltelefon ab jetzt puppen ohne ende?

hab ich das gelobte land gefunden, das jedem single ein ende seines daseins als frustrierter großstaedter verspricht? dabei ist das grosse experiment frei sein so genussvoll – zumindest in der westlichen welt. in kalkutta sieht es bestimmt etwas anders fuer einen single rickshaw fahrer…

oder bewegt man sich da gefaehrlich nahe an die welt von second life? nur noch als avatar praesent, der ueber tasten erlebnisse hat, aber der reale koerper verdorrt. kann es vielleicht sein, dass online dating nur eines von vielen vorboten der apokalypse der menschheit ist? werden wir auf grund unserer liebesbeziehungen im netz bald die naechste evolutionsstufe als lang-fingrige, rosinen-foermige wesen erleben, dessen geschlechtsglieder keine funktionen mehr ausueben

ich hoff’s doch nicht. deshalb – obwohl ich mit dem human extinction project geistig verwandt bin – soll das nicht der letzte ausweg sein, sondern eine alternative methode des kennenlernens darstellen fuer einen, der gerne unter menschen ist, sich aber manchmal fuer konkrete ansprache doch zu viel wert ist!

Juli 30, 2007

das lm syndrom

Gespeichert unter: erfolg, irrsinn, liebe, verwahrlosung — tranzmitta @ 2:18

wow! eine fantastische begegnung am samstag abend. treffen mit lm im oede & gelangweilt. ein bombastisches wiedersehen mit feuerwerk, spruehende funken, luftschlangen, konfetti und pochende herzen. NICHT. das einzige pochende herz, das ich spuerte, war was, das mir beinahe in die hose gerutscht waere beim anblick der person, die mich mit einer wahnsinnskonsequenz ignoriert, anstachelt und – wer weiss – warm haelt? ein soziales gourmethappen sozusagen!

aber das war doch der grund, warum ich da war, im ü+g, also mut gefasst und sie beim rausgehen aufgehalten. kuss auf den mund von ihr. und ist das sowas wie freude, mich zu sehen oder ist sich in einem dunklen club sprechen wie sms’e hin- und herschreiben? alle signale, alles codes, die man von seinem gegenueber ablesen sollte – und in diesem fall muesste – werden von der antimaterie verschluckt. und ich? wo war mein wortwitz? mein charme? mein angeregter humor? anscheinend im vortex reingesaugt und erstarrt, losgeloest und in einer anderen dimension verschluckt. oder doch einfach nur von meiner – um dieser uhrzeit deutlich zu spurenden – bettschwere, unentspanntheit und nervositaet unterdrueckt?

was folgte, kann man in einem akademischen aufsatz zum thema small talk bestimmt prima als empirische beweismittel festhalten. gespraeche ueber urlaub, die naechste party, blah, blah, fucking blah. und dann am ende, ob ich in die berge will, um mir meinen kopf frei zu machen! super war das! ja, prozac kriege ich auch vom arzt verschrieben, um mir „meinen kopf frei zu machen“. manchmal darf ich auch uebers wochenende in die geschlossene anstalt, um mir mein „kopf frei zu machen“. da haben wir’s also: das lm syndrom. ein perfektes rollenspiel: ich der patient, sie die medizin, die nur unvorhersehbare nebenwirkungen hervorruft.

es gibt keine zwei wege es zu sagen: sie holt das schlechteste aus mir heraus bzw. fuehle ich mich wie in ein krankheitszustand von vor einem monat zurueckversetzt, wo ich schon laengst mich zu heilen weiss. das muesste mal ein arzt untersuchen und womoeglich patentieren: der volontaere rueckfall. oder gibt’s sowas schon? der patient ist schon einigermassen geheilt, die wunde entwickelt sich gut; man will aber nochmal gucken, ob das wirklich der fall ist, indem man sich dem virus wieder freiweillig aussetzt. und dann noch zum abschied ein ehrlicher, froehlicher, liebevoller, herablassender – was weiss ich wie gemeinter – kuss auf den mund. wie wunderbar! die erfuellung aller meiner traeume! ein maerchen! mit dem unterschied, dass dieser prinz oft genug sein pferd schon gesattelt hat, nur um dann die prinzessin im sms-wald zu verlieren. und jetzt deshalb lieber gar nicht erst ins stall will, ehe der ganze wald brennt – wirklich brennt!

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